Nächtliches Gruppenfoto der Wettbewerbsteilnehmer mit dem Siegerteam aus Dachau (1. und 2. von rechts) vor dem ausrangierten, langjährigen Schleppflugzeug "Morane". (07.05.2016)

Zeitungsbericht:

Wer in den letzten Tagen den Blick über den Himmel schweifen lies, konnte mit Sicherheit ungewöhnlich viele Segelflugzeuge entdecken. Der Grund hierfür war, dass der Luftsportverein Zellertal nun schon zum 22. Mal zum Otto-Falter-Wettbewerb im Streckensegelflug nach Arnbruck eingeladen hatte. Dieser Wettbewerb wird zu Ehren des 1989 verstorbenen Gründungsmitglieds Otto Falter fast jährlich ausgetragen.

Dieses Jahr sind der Einladung über 25 Piloten aus Arnbruck und sechs umliegenden bayerischen Vereinen gefolgt. Unter anderem kamen die Teilnehmer aus den Nachbarvereinen Cham, Deggendorf, Straubing und Dachau. Mitgebracht wurden die Flugzeuge zerlegt im Autoanhänger, wodurch es auch kein Problem ist, wenn ein Pilot es wegen nachlassender Thermik nicht bis zum Startplatz zurückschafft, und stattdessen auf einer Wiese landen muss. Dies war auch öfters am Donnerstag der Fall, denn nach den vielen Regentagen zuvor waren die Aufwinde noch nicht so ausgeprägt. Und so mussten sechs der 15 teilnehmenden Segelflugzeuge per Autoanhänger nach Arnbruck zurückgebracht werden.

An den nächsten zwei Wettbewerbstagen wurden die Bedingungen aber deutlich besser und es wurden beachtliche Strecken im motorlosen Gleitflug zurückgelegt. Nicht selten führten die bis zu 600 Kilometer weiten Flugstrecken bis weit nach Tschechien und Österreich hinein. Eingesetzt wurden dabei verschiedenste Flugzeugtypen: Vom 50 Jahre alten Oldtimer in Holz- und Stahlrohrbauweise bis zum modernsten Hochleistungssegler aus Kohlefaser war alles vertreten. Ausgestattet sind jedoch mittlerweile alle Segelflugzeuge mit einem Antikollisionswarngerät, welches gleichzeitig den Flugweg aufzeichnet. Damit die unterschiedlichen Segler vergleichbar sind, gibt es für jedes Modell einen sogenannten Wertungsindex, der mit der geflogenen Distanz verrechnet wird.

Nach drei Wertungstagen fand schließlich am Samstag Abend die Siegerehrung bei einem gemütlichen Grillfest im Vereinsheim statt. Der Wanderpokal "bronzener Daedalus" gieng dieses Mal, wie auch schon vor zwei Jahren, an das Doppelsitzer-Team um Michael Dörflein und Benjamin Ehrat vom Aeroclub Dachau. Insgesamt legten alle Piloten zusammen an den drei Flugtagen mehr als 14000 Kilometer zurück. Damit zählt der diesjährige Wettbewerb zu einem der erfolgreichsten am Flugplatz Arnbruck.