Zeitungsbericht:

Nachdem der traditionelle Falter-Otto-Wettbewerb im Streckensegelflug letztes Jahr wegen anhaltenden Regens buchstäblich ins Wasser gefallen war, durfte man sich dieses Jahr zumindest über die etwas besseren Wettervoraussichten freuen.  So konnte der Luftsportverein Zellertal am vergangenen Wochenende bereits zum 20. Mal den Segelflugwettbewerb zu Ehren seines Gründungsmitglieds Otto Falter ausrichten. Obwohl auch dieses Mal das Wetter nicht immer mitspielte waren 14 Piloten der Einladung gefolgt. Wegen fehlender Thermik wurde der Freitag zum Trainingstag. Am Samstag schließlich reichten die Aufwinde, um eine ordentliche Wertung zustande zu bringen. Die teilnehmenden Piloten legten in ihren acht Flugzeugen an diesem Tag insgesamt über 1560 Kilometer im motorlosen Gleitflug zurück. Am Start waren dabei die verschiedensten Modelle, vom modernen Hochleistungssegler aus Kunststoff bis zum Oldtimer in Holz- und Stahlrohrbauweise. Damit die Segler dennoch vergleichbar sind, gibt es für jedes Modell einen sogenannten Wertungsindex, der mit der geflogenen Distanz verrechnet wird. Jeder Flug wurde dabei von einem GPS Gerät aufgezeichnet und am Abend ausgewertet.  Somit konnten auch schnell die diesjährigen Sieger ermittelt werden. Peter Maschkowitz und Michael Dörflein vom Aeroclub Dachau flogen in ihrem Doppelsitzer ein sogenanntes freies Dreieck mit einer Wertungslänge von über 319 Kilometer. Nach dem Start in Arnbruck führte sie ihr Flug zur tschechischen Grenze in die Nähe von Marienbad, danach westwärts zum nächsten Wendepunkt südöstlich von Bamberg. Nach einem knapp siebenstündigen Flug kamen sie erschöpft aber glücklich wieder in Arnbruck an. Zum Ausklang des Tages wurde noch ein Grillabend mit anschließender Siegerehrung veranstaltet. Hierbei wurde auch der Wanderpokal „bronzener Dädalus“ an das Siegerteam aus Dachau überreicht. Diesen gilt es nächstes Jahr zu verteidigen.